Was vor zwei Jahrzehnten als spezialisiertes technisches Büro in Österreich begann, hat sich zu einer festen Größe in der internationalen Bahnbranche entwickelt. Mit rund 90 Mitarbeitenden und einem klaren Bekenntnis zu „100 % Made in Austria“ realisiert die PJM-Gruppe heute komplexe Schienenprojekte in über 30 Ländern auf sechs Kontinenten. Das Erfolgsgeheimnis liegt im nahtlosen Zusammenspiel aus Messtechnik, Engineering, Digitalisierung und Automatisierung, Zulassung sowie Zertifizierung – getragen von mehreren spezialisierten Unternehmen.
Das Fundament: Präzision, Simulation und Zulassung
Den Grundstein legte im Jahr 2006 die PJ Messtechnik GmbH. Als akkreditierte Prüfstelle deckt sie sieben spezialisierte Prüfbereiche ab – von der Fahrtechnik über Bremse und Festigkeit bis hin zur Aerodynamik. PJ Messtechnik ist außerdem die einzige Prüfstelle für Schienenfahrzeuge in Österreich, die für die Fachbereiche Aerodynamik und Pantograph akkreditiert ist. Um reale Testfahrten effizient zu ergänzen, setzt das Unternehmen auf High-End-Engineering und komplexe Mehrkörpersimulationen (MKS).
Die RCC Railway Competence and Certification GmbH, die in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen feiert, übernimmt als akkreditierte Konformitätsbewertungsstelle tragende Rollen wie die der Benannten Stelle (NoBo), der Bestimmten Stelle (DeBo) und der Unabhängigen Sicherheitsbewertungsstelle (AsBo), um bürokratische Hürden für Kunden zu minimieren.
Die PJ Motion GmbH rundet diesen Bereich ab, indem sie als zentraler Ansprechpartner das Management und die Koordination komplexer Zulassungsprozesse übernimmt.
Innovation im Güterverkehr: Der „Smart Train“
Mit der Ausgründung der PJ Monitoring GmbH vollzog die Gruppe den Schritt zum Produktionsbetrieb mit Fokus auf Digitalisierung und Automatisierung. Das WaggonTracker-System macht den Güterverkehr intelligent: Durch automatisierte Bremsprobe, kontinuierliches Bremsmonitoring, Echtzeit-Ladegewichtsüberwachung und Entgleisungsdiagnose wird der Bahntransport sicherer, effizienter und fit für den anhaltenden Fachkräftemangel.
Gezielte Expansion und neue Spezialisierungen
Um noch flexibler auf spezifische Marktanforderungen reagieren zu können, wurde die Schlagkraft der Gruppe in der jüngeren Vergangenheit kontinuierlich ausgebaut. So garantieren Neugründungen wie die EMC Rail Services GmbH störungsfreie elektronische Komponenten mittels EMV-Messungen, während die Infratrack Solutions GmbH eine vom öffentlichen Netz unabhängige Teststrecke für Systemtests betreibt und die PJM Swiss GmbH das Gesamtportfolio am Schweizer Markt direkt vor Ort betreut.
Ausgezeichnete Innovationskraft aus Österreich
Ob Hochgeschwindigkeitszüge in Frankreich oder Infrastrukturprojekte im Baltikum – PJM ist heute in über der Hälfte aller europäischen Staaten und weltweit aktiv. Trotz des globalen Radius bleiben Forschung, Entwicklung, Produktion und Administration vollständig in Österreich gebündelt. Diese Innovationsleistung wurde bereits mehrfach auf höchster Ebene gewürdigt: unter anderem mit dem Innovationspreis 2024 sowie dem Staatspreis für Digitalisierung 2023.
